Bautzener Justiz macht kurzen Prozess mit georgischen Dieben
Die Bautzener Justiz hat mit vier georgischen Dieben kurzen Prozess gemacht. Sie wurden heute – 24 Stunden nach der Tat – zu je drei Jahren auf Bewährung verurteilt. Die vier Männer – darunter ein Profifußballer – hatten eine Autofahrerin vor dem „Lidl“ an der Neusalzaer Straße in Bautzen umzingelt. Einer stellte sich an die Fahrertür, zwei weitere an die Beifahrertür und der Fahrer mit seinem Auto dahinter. Während einer die 53-Jährige in ein Gespräch verwickelte, spähten die beiden Komplizen den Wagen aus. Sie rissen die Beifahrertür auf und nahmen der Frau die Handtasche weg. Dann flüchteten sie über die A 4. Sie konnten in Nieder Seifersdorf gestellt werden.
Die Angeklagten gestanden die Tat und bettelten um milde Strafen. „Ins Gefängnis wollen wir nicht,sondern die Strafe abzahlen“. Der Staatsanwalt sprach von einer überaus dreisten Tat und beantragte Freiheitsstrafen von je drei Monaten. „Es muss sich herumsprechen, dass man hier nicht mit einer kleinen Geldstrafe rausgeht“.
Der Richter folgte dem Antrag und fand klare Worte: „Wie Ausländer in Deutschland aufgenommen werden, wird im wesentlichen davon bestimmt, wie sich Ausländer hier benehmen“. Und weiter zu den Angeklagten: „Sie können helfen, Ausländerfeindlichkeit in Deutschland abzubauen, wenn sie aufhören zu klauen“.
Sollten sich die Vier in den nächsten drei Jahren etwas zu Schulden kommen lassen, müssen sie ihre Strafen absitzen.