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Bautzener Schüler auf den Spuren der Sorben im tschechischen Varnsdorf

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In Varnsdorf begeben sich heute Schüler auf die Spuren der Sorben. Eröffnet wird ein audiovisueller Lehrpfad mit dem Titel „Warnoćicy. Sorbische Spuren“.Die Stadt liegt an der böhmisch-sächsischen Grenze in Tschechien. Was Varnsdorf von seinen Nachbarorten abhebt, ist die Bedeutung, die der Ort in den Jahren 1945 bis 1950 für hunderte Sorben hatte. Sie verbrachten dort ihre Schulzeit, erhielten eine Ausbildung oder fanden Arbeit.

Die Geschichte wird nun nach zwei Jahren Planung lebendig gehalten. Auch ehemalige Schüler werden heute mit dabei sein. Sie sprechen über Eindrücke und Erfahrungen der vergangenen Zeit, so Projektleiter Robert Lorenz. Vertreter der Stadtbibliothek und des Museums in Varnsdorf waren an dem Projekt beteiligt. Besonderes Engagement zeigten auch viele junge Helfer. „Wir hatten ganz starke Unterstützung von Schülern des Sorbischen Gymnasiums Bautzen und dem Bischöflichen Gymnasium in Varnsdorf bei der Umsetzung. Sie haben geforscht und Interviews mit Zeitzeugen gemacht“, sagt Lorenz. 

Die Idee wurde in Form eines Schulprojekts von den Schülern der Klassenstufen 10 und 11 umgesetzt. Gefördert wurde das Vorhaben vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und der Stiftung für das sorbische Volk.

Audio:

Reporter Julian Wessela