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Beate Zschäpe gesteht Brandstiftung in Zwickau

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Die mutma­ß­liche Neonazi-Terro­ristin Beate Zschäpe hat gestanden, die letzte Flucht­woh­nung der Terror­gruppe NSU in Zwickau-Weißen­born in Brand gesteckt zu haben. Das geht aus Zschäpes Aussage hervor, die ihr Anwalt Mathias Grasel am Mittwoch im NSU-Prozess verlas.

Im Radio habe sie im November 2011 davon erfahren, dass ein Wohnmobil mit zwei Leichen entdeckt worden war. Sie sei sich sofort sicher gewesen, dass es sich um ihre beiden Freunde Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gehan­delt habe. Vor der Brand­stif­tung sei sie durchs Haus gegangen, um sicher­zu­stellen, dass sich niemand mehr darin befinde.

Zschäpe muss sich vor dem Oberlan­des­ge­richt München als Mittä­terin an sämtli­chen Verbre­chen verant­worten, die dem NSU angelastet werden, darunter zehn vorwie­gend rassis­tisch motivierte Morde.

Eine Betei­li­gung an den Morden bestritt Zschäpe am Vormittag – auch, dass sie Mitglied des „Natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Unter­grunds“ gewesen sei. „Ich weise den Vorwurf der Anklage, ich sei ein Mitglied einer terro­ris­ti­schen Verei­ni­gung namens NSU gewesen, zurück“, ließ Zschäpe ihren Anwalt Mathias Grasel erklären.

Die Opfer der NSU bat sie um Verzei­hung. „Ich entschul­dige mich aufrichtig bei allen Opfern und allen Angehö­rigen der Opfer der von Mundlos und Böhnhardt began­genen Straf­ta­ten“.