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Bechstein-Seifhennersdorf steht vor Herausforderung

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Die Corona-Krise trifft viele Unternehmen in der Lausitz hart. Vor allem Betriebe in der Grenzregion mit Wirtschaftskontakten nach Polen oder Tschechien sind in diesen Tagen einer besonderen Belastungsprobe ausgesetzt. Durch die Grenzkontrollen hat sich für den renommierten Klavierhersteller Bechstein aus Seifhennersdorf über Nacht  der Weg zum Tochterwerk im nordostböhmischen Königgrätz fast vervierfacht. Tschechien habe nur elf Übergänge für den Warenverkehr geöffnet, sagte uns Werkleiter Matthias König. „Wir müssen nun einen Riesenumweg nehmen. Es sind mindestens 500 Kilometer“.

Bechstein in Seifhennersdorf und Bechstein im nordböhmischen Königgrätz, heute Hradec Kralove – beide Werke sind – Luftlinie -  nur knapp 150 Kilometer  enfernt.  Beide Standorte seien ein Bechstein, so König. In Seifhennersdorf  werden hochwertige Instrumententeile hergestellt und montiert, in Königgrätz die Metallteile bearbeitet und die Klaviere und Flügel lackiert. König spricht von einer großen logistischen Herausforderung.

Bechstein beschäftigt beschäftigt an beiden Standorten 450 Mitarbeiter. Angestellte, die in Seifhennerrsdorf tätig sind, können  die Grenze in Neugersdorf bislang noch ohne Probleme passieren. Drei Kollegen hat König vorübergehend nach Hause geschickt. Sie waren in Krisengebieten unterwegs. Ansonsten sind alle an Bord. Und er hofft, das der Corona-Virus einen Bogen um die beiden Werke macht.

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Reporter Knut-Michael Kunoth