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Betrugsprozess gegen Görlitzer Reisebürobetreiber geplatzt

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Der Betrugsprozess gegen einen Görlitzer Reisebürobetreiber ist geplatzt. Die Verfahren wurde heute ausgesetzt, weil elf weitere Fälle noch nicht angeklagt werden konnten. Die zuständige Staatsanwältin ist erkrankt. Außerdem müssen noch Kontoauskünfte eingeholt werden. Wann der Prozess neu aufgerollt wird, steht noch nicht fest.    Kunden hatten beim Angeklagten Kurzreisen nach Tschechien und Polen gebucht, den Preis bezahlt, aber die Leistung nicht erhalten. Die Fahrten fielen aus.  Es geht um insgesamt 37 Fälle.   Einige Reisende standen buchstäblich im Regen, warteten vergeblich auf den versprochenen Bustransfer. Andere erhielten eine Absage per Mail. Ihr Geld bekamen sie nicht zurück. So schaute auch eine Schulklasse aus Weißwasser in die Röhre. Die 72 Oberschüler wollten sich Breslau und Krakau anschauen und hatten 1.400 Euro angezahlt. Geprellt wurden gutgläubige Kunden aus dem gesamten Bundesgebiet, so z.B. aus Markleeberg, Fallingbostel oder Niesky. Sie waren auf die vermeintlich Reiseschnäppchen bei Ebay gestoßen. Der Angeklagte schwieg bislang zu den Vorwürfen. Sein Verteidiger will offenbar einen Deal zu allen Fällen.