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Biedenkopf äußert indirekt Verständnis für Pegida-Demonstrationen

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Sachsens früherer Minis­ter­prä­si­dent Kurt Bieden­kopf (CDU) hat indirekt Verständnis für das islam- und fremden­feind­liche Pegida-Bündnis geäußert. „Die Pegida-Demons­tra­tionen sind Ausübung eines ganz entschei­denden demokra­ti­schen Grund­rechts, nämlich demons­trieren zu dürfen. Und es gibt genug Gründe in Ostdeutsch­land, nicht nur in Sachsen, sondern in Ostdeutsch­land, warum die Bevöl­ke­rung über diesen starken Flücht­lings­zu­strom beunru­higt ist“, sagte Bieden­kopf am Dienstag in einem Inter­view.Der wichtigste Grund sei, dass die Bevöl­ke­rung in Ostdeutsch­land „keinerlei Erfah­rung“ damit habe. Die Menschen hätten zudem mit der Wende eine völlige Umstel­lung ihres Lebens bewäl­tigt, „und zwar in einer Tiefe, wie es sich Westdeut­sche überhaupt nicht vorstellen können“. Einen Zusam­men­hang zwischen Pegida-Kundge­bungen und Angriffen auf Flücht­lings­un­ter­künfte sieht Bieden­kopf nicht. Der 85-Jährige warb dafür, mit verun­si­cherten Menschen „Friedens­ge­spräche“ zu führen - darüber, warum Flücht­linge nach Deutsch­land kommen und welche Folgen das hat. (DPA)