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Bis zu 30.000 Menschen protestieren gegen Legida-Kundgebung

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Die Pegida-Bewegung hat am Montag-Abend auch Leipzig erreicht.

Laut Stadt wurden auf Seite der Legida-Gegner bis zu 30.000 Demons­tranten gezählt. Wie viele Teilnehmer die Legida-Kundge­bung hat, lässt sich laut Polizei derzeit nicht abschätzen.

Während es fünf Stern­mär­sche Richtung Waldplatz gab, haben beispiels­weise die Studie­renden eine Kundge­bung auf dem Campus abgehalten. Die Anwohner im Waldstra­ßen­viertel haben ebenfalls ein Zeichen gesetzt und ihre Wohnungen verdun­kelt. Auch Arena und Stadion sowie das Völker­schlacht­denkmal haben ihr Licht am Montag­abend ausge­schalten.

In der Nikolai­kirche versam­melten sich 17.00 Uhr rund 2.500 Leipziger, darunter auch Oberbür­ger­meister Burkhard Jung, zu einem Friedens­gebet.

Die Polizei ist mit mehreren Hundert­schaften vor Ort. Alle Verkehrs­teil­nehmer müssen sich auf Straßen­sper­rungen und Umlei­tungen im Öffent­li­chen Personen und Nahver­kehr einstellen.

Der ehema­lige Thomas­kir­chen­pfarrer Chris­tian Wolff hat alle Teilnehmer aufge­rufen fried­lich zu protes­tieren. Leipzig sei eine weltof­fene und tolerante Stadt in der ohne Gewalt demons­triert werde. Auch der Flücht­lingsrat schloss sich den Worten von Pfarrer Wolff an.

Um gemeinsam ein Zeichen zu setzen, wollen Bündnis­ver­treter, Politiker, Promi­nente und Flücht­linge auf einer zentralen Kundge­bung nach den Sternen­mär­schen am Waldplatz einladen. Dort soll auch an die Opfer des Terrors in Paris gedacht werden.

Unter­dessen hat die Legida-Bewegung bereits ihren nächsten Protestzug für kommende Woche angekün­digt. Dann wollen die Anhänger an der Thomas­kirche vorbei­ziehen. Die zahlrei­chen Gegen­be­we­gungen wollen dann ebenfalls wieder auf die Straße gehen.  

Hier kommen Sie zur Liste der einzelnen Aufzüge:

www.leipzig.de/news/news/acht-aufzuege-und-versamm­lungen-am-12-januar-angemeldet/