Bischofswerda: Stadt hat Kulturhaus gekauft

Zuletzt aktualisiert:

Die Pläne zur Wiederbelebung des Bischofswerdaer Kulturhauses werden konkret. Für rund 200.000 Euro habe die Stadt jetzt das Haus per Vorkaufsrecht erworben, sagte uns Wirtschaftsförderer Manuel Saring. Nun müssten zunächst verschiedene Gutachten mit einem entsprechenden Aufmaß erstellt werden. Parallel dazu sollen die Planungsleistungen für das Projekt ausgeschrieben werden. "Aufgrund der hohen Investitionssumme müssen wir europaweit ausschreiben", erklärt der Wirtschaftsförderer. Danach soll bis zur sogenannten "Leistungsphase 3" geplant werden. Stehen die Planungen, kann die Stadt anschließend Förderantrag bei der SAB stellen.

Aktuell geht die Stadt davon aus, dass bis zum Ende des ersten Quartals 2023 ein Planer ausgesucht werden kann. Bis zum Ende des nächsten Jahres soll der endgültige Fördermittelantrag gestellt werden. Eine Fertigstellung des Projekts ist derzeit für 2026 angepeilt.

Das Kulturhaus soll künftig zu einem Kommunal- und Kulturzentrum umgebaut werden. Neben einem großen Saal für verschiedene Veranstaltungen, werden auch einige Ämter der Stadtverwaltung, die Bibliothek und ein Innenstadthort ihren Platz im Gebäude finden. Für das Vorhaben investiert die Stadt in den nächsten Jahren über 16 Millionen Euro – rund 90 Prozent der Kosten für Kauf und Sanierung könnten durch eine Förderung im Rahmen des Strukturstärkungsgesetz getragen werden.

Das Gebäude am Platz des Volkes wurde bereits 1837 als Schützenhaus erbaut und über die Jahre mehrmals umgebaut und erweitert. Teile des Hauses stehen daher unter Denkmalschutz. Seit 2017 ist das Haus ungenutzt und fristet seitdem sein Schattendasein. Wenn alles nach Plan läuft, könnte nach 2023 ein neues Kapitel in der Geschichte des historischen Gebäudes aufgeschlagen werden.