Blaues Netz über Kreiskarte Bautzen
Der Kreis Bautzen kann künftig aktive Hochwasservorsorge betreiben. Mit Hilfe einer Gewässerdatenbank lassen sich Aussagen treffen, wie sich Bäche und Flüsse bei einem Pegelanstieg verhalten und welche Hindernisse und Engstellen zu Überflutungen führen können. Dafür wurden in den vergangenen zwei Jahren Daten zu fast 7.000 Gewässern mit einer Gesamtlänge von rund 4.000 Kilometern im Kreis Bautzen gesammelt.
Das war eine Sysiphosarbeit für Thomas Höhne und seine Kollegen von der IDU Zittau. Der Geodatenspezialist hatte den Auftrag vom Landratsamt Bautzen erhalten, sämtliche Gewässerabschnitte im Kreis zu katalogisieren. Auf dem Computer erscheint die Karte des Landkreises Bautzen - überzogen mit einem blauen Netz. Ein Netz mit vielen Adern. Es sind Gräben, Bäche und Flüsse, auch Rinnsale.Die Datenbank (Hochwasserschaden-Mangagement-System-Sammlung - HSMS) wurde mit vielen Informationen gefüttert, so z.B. zu Profilen, Wasserdurchflussmengen und Meliorationsflächen. Aber auch Aliasnamen von Gewässern wurden eingegeben.
In Kürze erhalten auch die Städte und Gemeinden einen Zugang zur Gewässerdatenbank. Mit den Informationen können auch Bauvoranfragen von Grundstücksbesitzern schneller beantwortet, die Verfahren verkürzt werden, so Birgit Weber, Beigeordnete im Landratsamt. Der Kreis Bautzen ist mit der Gewässerdatenbank Vorreiter in Sachsen.