Bohl verurteilt jede Form von Gewaltanwendung
Der Bischof der Evangelischen Landeskirche Sachsens, Jochen Bohl, hat keinerlei Verständnis für die feindselige Stimmung und Gewalt gegenüber Ausländern. "Den Flüchtlingen, die zu uns kommen, müssen wir im Geist der Nächstenliebe begegnen", mahnte er am Montag in Dresden. "Man kann über Flüchtlingspolitik und Einwanderung unterschiedlicher Meinung sein, aber die gehört in den politischen Prozess. Da müsse man sich eben politisch engagieren oder zu den Wahlen gehen". Übergriffe und Aggressivität "lehne ich als Mensch und Christ ab", so Bohl. Auch der Diözesanrat im Bistum Dresden-Meißen verurteilte die rechtsextremistische Haltung von Bürgern in Freital und anderen Städten. Fremdenfeindlichkeit führe zu Diskriminierung von Menschen, die in Not und Verzweiflung Zuflucht und Unterstützung suchten, bis hin zu Gewalt, teilte die Laienvertretung am Montag in Dresden mit. Fehler bei den Zuweisungen von Asylsuchenden und mangelnde Koordination und Information rechtfertigten weder Gewalt noch verbale Ausfälle.