Bombardier lässt Görlitzer Waggonbauer weiter zappeln
Bombardier lässt die Görlitzer Waggonbauer weiter zappeln. Die Geschäftsführung hat noch keine Entscheidung zur Verlagerung der Komponenten- und Teilefertigung getroffen. Derzeit werde ein Kostenvergleich vorgenommen, sagte Betriebsratschef Volker Schaarschmidt nach einer Belegschaftsversammlung.
Heute Vormittag hatte Vorstand Achim Alles vor den Görlitzer Bombardierwerkern gesprochen. Antworten auf die Kardinalfragen zur Zukunft der beiden Standorte Görlitz und Bautzen und zur Auslastung ab 2018 habe er nicht gegeben, so Schaarschmidt. Nach einer halben Stunde wurde die Versammlung abgebrochen. Das Egebnis sei unbefriedigend, die Stimmung „geladen, fast schon aggressiv“ gewesen. Es gebe jede Menge Redebedarf, so ein IG-Metall-Sprecher.
Der geplante Stellenabbau im Ingenieurbereich scheint dagegen abgewendet. 60 Arbeitsplätze sollen über ein Innovationsprojekt erhalten bleiben und weitere 20 in der Baubetreuung. Rund 100 Fachkräfte hätten bereits freiwillig das Werk verlassen. Das sei bedauerlich, so Schaarschmidt.
Am 13. Oktober will Bombardier-Deutschlandchef Germar Wacker die Fragen der Görlitzer Belegschaft beantworten. Er sollte das schon heute tun, hatte aber kurzfristig abgesagt.