Bombardier-Spitze lässt Beschäftigte in Görlitz und Bautzen weiter im Ungewissen
Rund 600 Beschäftigte aus Görlitz und Bautzen haben heute vor der Deutschland-Zentrale des Konzerns in Berlin demonstriert. Zur gleichen Zeit diskutierte der Aufsichtsrat über ein Gutachten externer Berater. Konkrete Angaben zum Stellenabbau machte die Geschäftsführung auch heute nicht. Das Management will seine konkreten Pläne im Juli offenlegen. Bislang ist lediglich bekannt, dass in Görlitz künftig nur noch Aluwagenkästen produziert werden sollen. Die Serienfertigung von Zügen soll von Hennigsdorf nach Bautzen gehen. Dazu verhandelt Bombardier mit Sachsen über Fördermittel.
Der IG Metall-Bezirksleiter für Berlin, Brandenburg und Sachsen, das Aufsichtsratsmitglied Olivier Höbel, warf der Geschäftsführung vor, keine klaren Informationen zu liefern. Seit einem Jahr gehe dieses schändliche Spiel der Verunsicherung. Auf Transparenten warnten Beschäftigte: „Kein Fördergeld für Stellenabbau“ und „Bremst uns nicht aus“.
Höbel erklärte nach der Sitzung, er sehe sich darin bestätigt, dass sicherere Arbeitsplätze mit mehr Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität vereinbar seien. Die Berater hätten dazu erste Erkenntnisse vorgetragen, sagte er.