Bombardier will 2.500 Stellen abbauen
Die Beschäftigten in den Bombardierwerken Görlitz und Bautzen halten den Atem an. Der kanadische Konzern will laut „Handelsblatt“ in Deutschland rund 2.500 Stellen streichen – und damit deutlich mehr als im Frühjahr angekündigt. Dem Blatt zufolge sind neben Hennigsdorf die Standorte Görlitz und Bautzen betroffen.
Die Alarmglocken schrillen in Görlitz und Bautzen. Bereits im Frühjahr hatte die Konzernleitung den Abbau von über 900 Stellen angekündigt. Nun soll es offenbar noch dicker kommen. Bombardier hüllte sich gestern Abend in Schweigen. Ein Sprecher wollte den „Handelsblatt“-Bericht nicht kommentieren. Heute (9.12.) kommt in Berlin der Aufsichtsrat zusammen. Dort sollen Zahlen genannt werden.
Die IG Metall zeigt sich kampfbereit. Bereits für nächste Woche hat die Gewerkschaft Protestdemos vor den Werken in Bautzen und Görlitz angekündigt. "Es seien genug Stellen abgebaut worden. Jetzt reicht es!", sagte Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen. Sollten Kernkompetenzen wie die Teilefertigung abgebaut werden, dann gebe es keine Kundgebungen mehr. "Dann gehen wir in den Streikmodus über", sagte Otto unserem Sender.