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Bomben-Verdacht an Carolabrücke: Gewissheit nächsten Dienstag

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Nächste Woche Dienstag soll es in Dresden Gewissheit darüber geben, ob an den verdächtigen Stellen in Höhe Carolabrücke tatsächlich zwei Weltkriegsbomben liegen. 

10. März: Entscheidung zur Evakuierung

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst wird den Boden dann vorsichtig aufgraben lassen. Die Stadt richtet dafür am Dienstagnachmittag ab 16 Uhr einen Sperrkreis von 150 Metern rund um die Fundstelle ein. 

Bestätigt sich der Verdacht, steht am Mittwoch, den 11. März möglicherweise eine Evakuierung bevor. Muss sofort entschärft werden, kann das auch schon Dienstagabend notwendig sein.

Sollte sich  herausstellen, dass keine Gefahrenlage besteht, sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Es muss nicht evakuiert werden. Die Bevölkerung wird am Abend des 10. März über das Ergebnis der Untersuchung informiert. Im Falle einer sofortigen Evakuierung wird auch das Sirenen-Warnsystem der Landeshauptstadt Dresden ausgelöst.

Sollte tatsächlich eine Evakuierung nötig werden, umfasst der Evakuierungsbereich einen Radius von 1.000 Metern um die mutmaßliche Fundstelle am Baufeld des Neustädter Ufers. Im möglichen Evakuierungsgebiet befinden sich unter anderem zahlreiche Landesbehörden, Gerichte, polizeiliche Einrichtungen, das Neue Rathaus sowie mehrere Alten- und Pflegeheime, Kindertagesstätten und weitere soziale Einrichtungen.

Was bei einer Evakuierung zu beachten ist, können Sie in einer PDF der Stadt Dresden nachlesen.

Feuerwehrsprecher Michael Klahre zu den drei möglichen Szenarien

Stadt informiert online und telefonisch

Unter www.dresden.de/bombe wird laufend zum aktuellen Stand der Maßnahmen informiert. Rückfragen beantwortet die eingerichtete Bürgerinformationshotline unter 0351-4887666 (Montag bis Donnerstag 9 bis 17 Uhr, Freitag 9 bis 14 Uhr). 

Im Ereignisfall erfolgt die Warnung zusätzlich über das Modulare Warnsystem des Bundes, an welches Warnapps wie NINA angeschlossen sind, sowie über die offiziellen Online- und Social-Media-Kanäle und die regionalen Medien. 

Appell zur Vorsorge

Die Landeshauptstadt Dresden bittet alle, die im möglichen Evakuierungsgebiet wohnen und arbeiten, sich insbesondere für die Woche ab 9. März 2026 vorsorglich auf eine mögliche Evakuierung einzustellen. Es wird empfohlen, frühzeitig mit Freunden, Bekannten oder Verwandten abzustimmen, ob im Bedarfsfall eine vorübergehende Unterkunft organisiert werden kann. Im ungünstigsten Fall ist nicht auszuschließen, dass eine Evakuierung länger als 24 Stunden andauert. 

Für alle Personen, die während des Evakuierungszeitraums keine private Unterbringungsmöglichkeit haben, wird eine Notunterkunft bereitgestellt. Diese soll nach derzeitiger Planung in der Messe Dresden eingerichtet werden.

Zugleich weist die Landeshauptstadt darauf hin, dass trotz insgesamt geringer Wahrscheinlichkeit bereits im Rahmen der laufenden Arbeiten Kampfmittel aufgefunden werden könnten. Sollte in einem solchen Fall eine unmittelbare Entschärfung vor Ort erforderlich sein, kann auch kurzfristig schon vor dem 9. März 2026 eine Evakuierung notwendig werden. 

Umfangreiche Informationen zum Thema Evakuierung stehen unter https://www.dresden.de/evakuierung zur Verfügung.

Kampfmittelsondierung auf Altstädter Seite bereits abgeschlossen

Die Sondierungsarbeiten am Elbufer auf der Altstädter Seite wurden bereits Ende 2025 abgeschlossen. Dort wurden mehr als 1.300 Sondierungsbohrungen durchgeführt. Rund 20 bis 30 Störstellen wurden überprüft; Bombenfunde wurden dabei nicht festgestellt.