Bombenentschärfung in Cottbus - 1.500 Menschen betroffen
1.500 Menschen müssen morgen wegen einer Bombenentschärfung in Cottbus raus. Evakuiert werden u.a. eine Kita, Geschäfte sowie Amtsgericht und Staatsanwaltschaft. Nicht aber das Carl-Thiem-Klinikum und die Poliklinik. Das teilte heute die Stadtverwaltung mit.
Ende vergangener Woche war bei Bauarbeiten in der Spremberger Vorstadt eine 70-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Sie kann nur vor Ort entschärft oder kontrolliert gesprengt werden. Bewohner und Beschäftigte aus dem Sperrkreis können in der Turnhalle der Fröbel-Grundschule an der Welzower Straße ausharren.
Die Evakuierung aus dem Sperrkreis beginnt morgen um 8 Uhr.
Cottbus war vor 78 Jahren Ziel eines alliierten Bombenangriffs. 435 Flugzeuge flogen damals über die Stadt. Sie klinkten insgesamt über 1.000 Tonnen Bomben aus. Mehr als 1.000 Menschen wurden getötet – darunter viele Flüchtlinge aus Schlesien und Ostbrandenburg. Große Teile der Südstadt versanken in Schutt und Asche. In nur wenigen Stunden verloren 13.000 Cottbuser ihr Obdach.
Zuletzt war Anfang Februar eine Fliegerbombe am Cottbuser Hauptbahnhof entschärft worden. Damals mussten etwa 3800 Menschen ihren Wohnort verlassen.