Bombenfund in Cottbus - wo es zu Einschränkungen und Sperrungen kommt
In Cottbus ist eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Sie kam heute Vormittag bei Bauarbeiten auf dem Gelände der künftigen zweiten ICE-Instandhaltungshalle zum Vorschein. Nach einer ersten Einschätzung muss ein rund 500 Meter-Sperrkreis um den Fundort gezogen und der Bahnverkehr während der Entschärfung eingestellt werden. Betroffen ist außerdem die Bauhausschule. Der Unterricht fällt am Freitag (22.11.) aus.
Die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe soll am an diesem Tag unschädlich gemacht werden. Es handelt sich um ein Geschoss deutscher Bauart mit russischem Zünder. Weitere Infos zu Umfang und Ablauf der Evakuierung will die Stadtverwaltung morgen im Tagesverlauf bekanntgeben, ebenso zu Notunterkunft und Kontakttelefon. Nicht betroffen sei bislang die Medizinische Universität Lausitz Carl Thiem.
Erst im Juli dieses Jahres war auf dem Gelände des neuen Bahnwerkes in Cottbus eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Der 250 Kilogramm schwere Blindgänger deutscher Bauart kam bei Sondierungsarbeiten auf dem Baufeld von „Halle 1“ zum Vorschein.
In Cottbus werden auch knapp 80 Jahre nach Ende Zweiten Weltkrieges Blindgänger gefunden. Die Stadt war im Februar 1945 Ziel eines alliierten Bombenangriffs. 435 Flugzeuge flogen damals über die Stadt. Sie klinkten insgesamt über 1.000 Tonnen Bomben aus. Mehr als 1.000 Menschen wurden getötet – darunter viele Flüchtlinge aus Schlesien und Ostbrandenburg. Große Teile der Südstadt versanken in Schutt und Asche. In nur wenigen Stunden verloren 13.000 Cottbuser ihr Obdach.