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Brände und Schlägereien in der Silvesternacht in der Lausitz und ein Schutzengel

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Die Lausitzer haben überwiegend friedlich das neue Jahr begrüßt. Ausschreitungen wurden nicht gemeldet. Dennoch gingen  im Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Görlitz über 120 Notrufe ein. Die Streifen nahmen 18 Körperverletzungen und 28 Sachbeschädigungen auf.

Kind bei Reihenhausbrand in Görlitz verletzt

Die Feuerwehren in der Oberlausitz waren über 30 Mal im Einsatz. In Görlitz brannte ein Reihenhaus an der Frauenburgstraße.   Ein siebenjähriges Kind wurde verletzt. Das Mädchen atmete Rauchgas ein. Es wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Bewohner retteten sich ins Freie. Sie wurden vom Rettungsdienst betreut. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Die Polizei schätzt den Schaden auf 750.000 Euro. Die Kripo geht Hinweisen nach, wonach der Dachstuhl durch Feuerwerkskörper in Brand gesetzt worden sein könnte.  „Der Zugang zur Brandstelle im Dachgeschoss war sehr schwierig. Die Brandbekämpfung erfolgte mit insgesamt 6 C-Rohren und einer Drehleiter“, so Einsatzleiter Remo Kölzsch. Fast 90 Feuerwehrleute wurden alarmiert. Sie rückten mit 17 Fahrzeugen an. Das war nicht der einzige Brandeinsatz in Görlitz. Im Stadtteil Weinhübel brannte ein Balkon, im Stadtteil Rauschwalde eine Mülltonne.

Lagerhalle geht in Flammen auf

Feueralarm auch In Groß Düben bei Weißwasser. Dort brannte eine Halle lichterloh. Darin waren offenbar Hackschnitzel und 400 Strohballen gelagert. Bis zu 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um das 20 mal 50 Meter große Gebäude zu löschen. Das war schwierig. „Wasser musste über lange Wegstrecken aus einem See gepumpt werden“, so unser Reporter vor Ort. Die Polizei schätzt den Schaden auf mindestens 20.000 Euro.

Die Ermittler haben ein 15-jähriges Mädchen im Fokus. Es soll nach erstem Erkenntnisstand einen Feuerwerkskörper durch ein Fenster in die Halle geworfen haben. Das Mädchen befand sich laut den Ermittlungen in einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen.

Der Einsatz dauerte über die Vormittagsstunden des Neujahres hinaus an und wurde durch Kräfte des Technischen Hilfswerks  unterstützt.

Feuer auf Privatgrundstück in Schwepnitz

Um 6 Uhr eilten Feuerwehrleute zu einem Privatgrundstück in Schwepnitz bei Kamenz. „Ein Nebengebäude brannte“, sagte uns der Diensthabende der Rettungsleitstelle Ostsachsen. Die Flammen wurden mit Schaum erstickt. Es gab keine Verletzten.  Im Gebäude stand ein Gabelstapler. Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen.

Briefkasten in Bautzen in Brand gesteckt

Dadurch  wurde auch Mobiliar des Geschäfts am Wendischen Graben in Brand gesetzt.  Die Feuerwehr löschte. Die Polizei schätzt den Schaden auf 25.000 Euro.Verletzt wurde niemand.

Zigarettenautomat in Bischofswerda gesprengt

Die Täter jagten ein an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße aufgestelltes Gerät in die Luft. Dabei richteten sie einen Schaden von rund 5.00 Euro an.  Ein Kriminaltechniker sicherte Spuren.

Postautos in Kamenz beschädigt

Randalierer haben sich an vier Fahrzeugen ausgetobt. Sie beschädigten den Lack. Die Postautos waren an der Andreas-Günther-Straße abgestellt. Der Schaden wird mit 8.000 Euro beziffert. Die Tat geschah  bereits in der Nacht zu Silvester.

Auto in Bautzen ausgebrannt

Ein VW älteren Baujahrs ist am Dienstagabend in Flammen aufgegangen. Der Pkw stand auf einem Parkplatz an der Schlachthofstraße. Das Auto brannte vollständig aus. Ermittlungen wegen Brandstiftung wurden aufgenommen.  

Schutzengel in Bad Liebenwerda

Die Einwohner haben ausgelassen ins neue Jahr gefeiert. Allerdings landete eine Silvesterrakete im Kirchturm. Im Dachstuhl kam es zu einem Schwelbrand. Die Feuerwehr löschte und verhinderte Schlimmeres. Der Schaden blieb begrenzt. Er wird auf 1.000 Euro geschätzt.