Brasilianische Pflegekräfte nach Bischofswerda und ein ambulantes OP-Zentrum
Das Krankenhaus in Bischofswerda wird zukunftsstark gemacht. Die Schwerpunkte Endoprothetik, innere Medizin, Kardiologie und Diabetologie sollen weiter profiliert und ausgebaut werden. Geplant sind ein ambulantes OP-Zentrum und eine Abteilung für Altersheilkunde (Geriatrie). Das kündigte heute der Geschäftsführung der Oberlausitzkliniken OLK, Jörg Scharfenberg, an. Damit soll die Gesundheitsversorgung am OLK-Standort Bischofswerda langfristig gesichert werden.
Für das ambulante OP-Zentrum wird derzeit ein Konzept erstellt. Damit kann das Leistungsspektrum erweitert, also zusätzlich z.B. Augen-OP’s angeboten werden. Der Vorteil: Kapazitäten für große stationäre Operationen werden frei, z.B. in der Endoprothetik. „Für Patienten verkürzen sich die Wartezeiten auf eine OP“, so die stellvertretende Ärztliche Direktorin,Wilma Aron.
Ein weiteres Projekt auf der Liste des OLK-Chefs ist eine Großwäscherei. Auch sie soll in Bischofwerda errichtet werden. Damit will sich die OLK-Gruppe unabhängig machen von Externen und Kosten sparen.
Eine stabile und hochwertige Gesundheitsprobleme braucht auch qualifiziertes Personal. Pflegekräfte werden derzeit zum Teil in Dresden ausgebildet – und viele kehren nach der Ausbildung nicht zurück. Mit einer OLK-eigenen Pflegeschule in Bautzen, die im September kommenden Jahres startet, soll der Nachwuchs in der Region gehalten werden. Außerdem will Geschäftsführer Scharfenberg Pflegekräfte aus Brasilien nach Bischofswerda holen. Ist die Stadt darauf vorbereitet? Was hat sie zu bieten? „Sehr, sehr viel für junge Leute, mit über 100 Vereinen wie kaum eine andere Stadt in Sachsen.Bei uns ist tatsächlich jedes Wochenende richtig was los!“, findet Oberbürgermeister Holm Große.