Brenzlige Lage in Lausitzer Wäldern
Die Waldbrandgefahr hat sich wieder zugespitzt. Für den nördlichen Teil des Landkreises Bautzen gilt die zweithöchste Warnstufe 4. Das geht aus einer Übersicht des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hervor. Angesichts zu erwartender Regenschauer wird ab Mittwoch mit einer Entspannung der Lage gerechnet. Es komme schon wieder Schaukelwetter, so eine Sprecherin.
Nach Angaben der Behörde wurden seit Jahresbeginn bisher 53 Waldbrände in Sachsen registriert, die eine Gesamtfläche von 6,4 Hektar umfassten. Aufgrund der Meldefristen könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich weitere ereigneten, sagte der Sprecher. 2023 waren es 110 Waldbrände mit einer betroffenen Gesamtfläche von 136 Hektar, darunter ein Großbrand in der Gohrischheide im Juni. In den meisten Fällen ging ihre Entstehung auf menschliche Ursachen zurück, zwölf davon wurden gelegt und der übrige Teil entstand durch fahrlässiges Verhalten.
In Sachsen gibt es fünf Waldbrandgefahrenstufen. Die Stufe 1 steht für eine sehr geringe Gefahr, die 5 für eine sehr hohe Gefahr. Bei den Stufen 4 und 5 wird empfohlen, die betroffenen Waldgebiete zu meiden. Wer dennoch in den Wäldern unterwegs ist, darf die Hauptwege nicht verlassen. Die Landkreise können zusätzliche Beschränkungen erlassen - häufigste Ursache von Waldbränden im Freistaat ist Fahrlässigkeit. (dpa)