Brücke über das Bautzener Spreetal umstritten - Erste Umfrageergebnisse
Die geplante Fußgängerbrücke über das Spreetal sorgt bei den Bautzenern weiter umstritten. Das zeigen die heute veröffentlichten Zwischenergebnisse der städtischen Umfrage zum Projekt.
Die Abstimmung wird zweiteilig durchgeführt. Über 890 Interessierte beteiligten sich bereits am Sonntag an der persönlichen Umfrage im Burgtheater. 55 Prozent befürworten demnach das Projekt, 45 Prozent sind dagegen.
Ein anderes Bild bietet sich bei der Online-Umfrage. Hier haben bereits mehr als 3.400 Menschen abgestimmt. Nur 35 Prozent sprachen sich für die Brücke aus. 65 Prozent sind dagegen.
Noch bis zum 25. September kann abgestimmt werden. Anhand der Ergebnisse soll der Stadtrat zwei Tage später entscheiden, ob für das Vorhaben Förderantrag gestellt wird.
Die Kosten werden – zusammen mit einem Touristenparkplatz und der Sanierung von Burgwasserturm und Langhaus auf der Altstadtseite – auf 13,5 Millionen Euro geschätzt. Die Stadt rechnet sich Chancen auf eine 90prozentige Finanzierung aus den sogenannten Kohle-Millionen aus, dem Strukturmittelfonds für die Lausitz. .
Sollte die Stadt den Fördermittelantrag durchbekommen, ist ein Sprint angesagt. Denn bis Ende 2026 müsste die Brücke stehen. Ansonsten droht die Rückforderung des Geldes. In China könnte das Projekt in so kurzer Zeit sicherlich gestemmt werden, in Deutschland ticken die Uhren bekanntlich anders. Geschätzt wird eine Bauzeit für ein solches Vorhaben von zwei bis drei Jahren. Gut möglich, dass für die Strukturprojekte der ersten Förderperiode noch eine Fristverlängerung beschlossen wird. Eine Gesetzesänderung ist im Gespräch, wurde aber bislang nicht zugesichert. Bedingung für den Deal ist auch, dass die Stadt ihren eigenen Anteil garantiert. Das wären rund 1,3 Millionen.
Hier geht's zur Online-Umfrage.