Initiative „Mahnwache Bautzen“ schreibt Brief an OB

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Die Bürgerinitiative „Mahnwache Bautzen“ ist zum Dialog mit Oberbürgermeister Alexander Ahrens bereit. Sie reagierte damit auf einen Kommentar des OB zur Versammlung am vergangenen Montag auf dem Kornmarkt. Ahrens hatte den Aufzug scharf kritisiert, und zwar als „Schlag ins Gesicht für das Krankenhauspersonal und alle schwer an Covid erkrankten Menschen“.

Die Initiative wandte sich mit einem Offenen Brief an das Stadtoberhaupt. Sie kritisierte die Corona-Politik von Land und Bund. So seien knapp 30 Prozent der intensivmedizinischen Kapazitäten in Deutschland seit Mai 2020 abgebaut worden. Es werde für eine Impfung geworben bzw. zu einer Impfung erpresst, die nicht ausreichend erforscht sei.

Der Offene Brief im Wortlaut:

Werter Herr Ahrens

„Für das Krankenhauspersonal und alle schwer an Covid erkrankten Menschen ist die gestrige Versammlung ein Schlag ins Gesicht.“ Mit diesen Worten begannen Sie, Herr Ahrens, Ihr Statement zur Demonstration am 22.11.2021.

Ist dies wirklich so?

Ist nicht vielmehr die Reduzierung der Personal- und Bettenkapazitäten im Gesundheitswesen der eigentliche Schlag ins Gesicht aller, die solidarisch in das Krankenkassensystem einzahlen, im Gesundheitswesen arbeiten und vom Gesundheitswesen Hilfe erwarten? Zur Versammlung am 22.11.2021 wurde dies anhand von Zahlen des DIVIIntensivbettenregisters belegt. Knapp 30% der intensivmedizinischen Kapazitäten in Deutschland wurden seit Mai 2020 während der „schlimmsten Pandemie aller Zeiten“ abgebaut. Ein merkliches Gegensteuern seitens der Politik ist mir nicht bekannt. Was haben Sie persönlich in Ihrer politischen Arbeit dazu beigetragen, dass die Kapazitäten im Gesundheitswesen verstärkt statt geschmälert wurden?

Ist es nicht ein Schlag ins Gesicht derer, die eine medizinische Behandlung benötigen, welche ihnen aber aufgrund der seit nunmehr Jahren fehlender Kapazitäten sowie der sog. Corona-Schutzmaßnahmen und das dadurch im Gesundheitswesen verursachte Chaos versagt bleibt? Ich bin übrigens selbst einer der Betroffenen. Stattdessen wird für eine Impfung „geworben“ bzw. zu einer Impfung erpresst, die nicht ausreichend erforscht ist, deren Nebenwirkungen immer mehr zu Tage treten. Ist es nicht ein Schlag ins Gesicht derer, die inzwischen an den Nebenwirkungen der sog. Impfung leiden oder gar daran verstorben sind? Und ist es nicht ein Schlag ins Gesicht derer, die um ihre verstorbenen Angehörigen trauern wollen, sich dazu aber erst spritzen lassen müssen? Ist dies eine Erpressung? Der Gesundheitsminister Jens Spahn und auch der MP Herr Kretschmer versprachen die sofortige Beendigung aller Corona-Schutzmaßnahmen mit dem Erreichen der Impfquote von 60%. Ist es nicht ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich guten Glaubens wegen haben spritzen lassen und nun merken, dass das Versprechen wohl eher ein Versprecher war? I

st es nicht ein Schlag ins Gesicht der Handel- und Gewerbetreibenden, die entweder zu „Vollzugsbeamten“ bei der Durchsetzung der sog. Corona-Schutzmaßnahmen gemacht werden, oder ein quasi Berufsverbot auferlegt bekommen? Ist es nicht ein Schlag ins Gesicht all der Gastronomen, Betreibern von Hotel- und Beherbergungsbetrieben, die man im guten Glauben gelassen hat, dass mit Erreichen einer Impfquote von 60% die Geschäfte für sie wieder weiter gehen könnten, was nun so nicht stattfindet?

Ist es nicht ein Schlag ins Gesicht aller Eltern, die Ihre Kinder nun mehrfach in der Woche dem gesundheitlichen Risiko der Tests (Schädigung der Schleimhäute und damit des Immunsystems) aussetzen sollen, obwohl durch Studien belegt ist, dass es nicht die Kinder sind, die die „Pandemie“ vorantreiben? Ist es nicht ein Schlag ins Gesicht all jener, die an Covid-19 erkrankt waren, und zum Glück genesen sind; dies aber nicht von den Gesundheitsbehörden anerkannt wird, weil sie zum Zeitpunkt der Krankheit solidarisch zu Hause geblieben sind und ihnen damit der Nachweis über den sogenannten PCR-Test fehlt? Auch hier bin ich selbst betroffen. Und so könnte ich unzählige weitere Beispiele nennen.

Als großen Schlag ins Gesicht all jener, die sich am 22.11.2021 auf dem Kornmarkt versammelten sehe ich aber, dass man über sie redet, statt mit ihnen. Und als größten Schlag ins Gesicht eines jeden Demokraten empfinde ich auch, dass Sie Menschen aufgrund ihrer freien Meinungsäußerung (welche ein grundlegendes Menschenrecht ist), die Grundrechte aus dem Grundgesetz aberkennen wollen. Oder habe ich die letzten Sätze Ihres Statements falsch verstanden? Zu einem Dialog besteht, wie bereits mehrfach während der Versammlungen auf dem Kornmarkt bekräftigt, nach wie vor die Bereitschaft.