Bürgermeister im Lausitzer Revier vermissen Perspektiven
Bürgermeister vermissen klare Perspektiven für den Kraftwerksstandort Boxberg. Durch die Abschaltung der Kraftwerksblöcke drohe ein Arbeitsplatzverlust, befürchten Hendryk Balko aus Boxberg und Katja Dietrich aus Weißwasser. Sie trafen sich gestern mit anderen Bürgermeistern der Nordkommunen des Kreises Görlitz sowie Betriebsräten zu einem Gespräch mit Staatssekretärin Barbara Meyer aus dem sächsischen Regionalentwicklungsministerium.
Die Betriebsräte kritisierten, dass die sogenannten Kohlemillionen, also das Geld für den Strukturwandel, nicht effektiv verteilt würden, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Der Begleitausschuss spiegele die Probleme in der Region Weißwasser nicht wider. Das Gremium entscheidet, welche Projekte förderwürdig sind. Die Staatssekretärin versprach eine zielgenauere Mittelvergabe. Die Gespräche in diesem Kreis werden im Oktober fortgesetzt.
Die ersten Blöcke des Braunkohlekraftwerks Boxberg werden bis Ende 2028 abgeschaltet, die restlichen 2038.