Bundespolizei verstärkt Grenzkontrollen - was sich ändert
Die Bundespolizei verschärft die Grenzkontrollen in Sachsen. Sie setzt damit einen Erlass von Bundesinnenminister Dobrinth um. Auf den ersten Blick ist davon nicht viel zu sehen. Die Einreisekontrollen erfolgen wie gehabt.
Wie sieht das konkret aus, z.B. an der Neiße?
Die Kontrollen rund um die Uhr, wie sie bereits seit Oktober 2023 an den Übergängen an der A 4 in Ludwigsdorf und an der Görlitz-Stadtbrücke erfolgen, werden ausgedehnt auf Bad Muskau und Hagenwerder. Dagegen werden die offiziellen Fuß- und Radwege nach Polen nicht permanent besetzt. Streifen kommen sporadisch vorbei.
Verstärkt wird die mobile Fahndung. Unterstützung kommt aus der Luft – durch den Hubschrauber der Bundespolizei , was viele Görlitzer in den vergangenen Nächten schon hören konnten. Am Modus der Grenzkontrollen bei der Einreise ändert sich nichts. Die Praxis ist so: Sichtkontrolle. Kleintransporter und vollbesetzte Pkw werden bei Verdacht angehalten. Stichproben erfolgen im Güterverkehr.
Und abseits der Übergänge?
Für Schleuser und Geschleuste ist die Neiße kein großes Hindernis. Der rund 120 Kilometer lange Abschnitt zwischen Zittau und Bad Muskau führt meist so wenig Wasser, dass sie den Grenzfluss trockenen Fußes überqueren können.