Bundespräsident Gauck in Sebnitz beschimpft
Bundespräsident Joachim Gauck ist während eines Besuchs in Sebnitz beschimpft worden. Auf dem Weg ins Rathaus, wo er sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen wollte, empfingen ihn mehrere Menschen mit Buh-Rufen. Zudem riefen sie „Gauck verschwinde“ und „Volksverräter“. Das bestätigte eine Sprecherin des Bundespräsidenten. Zuvor hatte Gauck auf dem 116. Deutschen Wandertag in Sebnitz für das Wandern geworben und die Arbeit der Vereine gewürdigt. Rechte Gruppen hatten schon zuvor im Internet mobil gemacht und dazu aufgefordert, den Wandertag zu einem „Spießroutenlauf“ für den „Bundesgauckler“ zu machen. Die inzwischen von Pegida verstoßene Rechtspopulistin und frühere AfD-Politikerin Tatjana Festerling hatte als „IM Larve“ - sie unterstellt Gauck unter diesem Namen mit der Staatssicherheit der DDR kooperiert zu haben - im Internet dazu aufgerufen, zum „Jubeln und Jauchzen“ nach Sebnitz zu kommen. „Nur im Land das größte Schwein lässt sich mit der Stasi ein“, grölen so dann auch ihre Anhänger beim Wandertag. Ähnliche Vorwürfe gab es auch schon gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der rechten Szene.