Bundespräsident schwärmt von Görlitz und dreht am Rad
Großer Bahnhof am Vormittag in Görlitz: Um 10 Uhr rollte die gepanzerte Limousine des Bundespräsidenten auf den Untermarkt. Christian Wulff war gekommen, um mit ehrenamtlich Tätigen aus Deutschland, Polen, Tschechien und Österreich in Görlitz zu feiern. Anlass: Das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit. Wulff dankte den vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen und Initiativen. "Sie tragen maßgeblich zum Zusammenwachsen von Europa bei." Bei einem anschließenden Bummel über den Görlitzer Untermarkt konnte sich Wulff von Freiwilligen-Projekte überzeugen. So stellte sich z. B. der Görlitzer Europahaus-Verein vor, mit seinen 20 Jahren schon ein Dino-Saurier unter den Freiwilligen. Für seine Projekte lassen sich aber nicht nur ältere, sondern auch jüngere Menschen begeistern, so Vorstandsvorsitzende Birgit Dippe. Mit einer flotten Einlage der Görlitzer Jugendbläser wurde der Bundespräsident an der Altstadtbrücke empfangen. Dort enthüllte er ein Schild zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit.Die Protokollbeamten kamen ins Schwitzen, denn Wulff blieb eine Stunde länger. Spontan entschied er sich für einen Bummel durch die Görlitzer Peterskirche. Und da war noch das Glücksrad des Görlitzer Europahaus-Vereins, an dem er nicht vorbei kam und eine Wissenslücke offenbarte.Reporter Knut-Michael Kunoth hat den Bundespräsidenten begleitet...