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Bundespräsident würdigt Aufbauwerk der Menschen im Kreis Görlitz

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Aufbauwerk der Menschen im Kreis Görlitz gewürdigt. Steinmeier zeigte sich   vor allem vom Einsatz der vielen Ehrenamtlichen beeindruckt. Er ermutigte die Menschen, mehr Selbstbewusstsein zu zeigen: "Es herrscht keineswegs Depression. Es sind auch keine entleerten Räume. Hier ist sehr viel mehr los, als die Öffentlichkeit weiß". Das sollte bekannter gemacht werden. Die ländliche Region sei nicht abgehängt, sagte Steinmeier am Mittag nach einem Treffen mit Bürgern und den Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen in Görlitz. Steinmeier ermunterte die Bürger, Defizite und Versäumnisse zu benennen. Demokratie müsse Kritik nicht nur ertragen, sie lebe von Kritik und vom Austausch unterschiedlicher Meinungen. „Nur eines sollten wir gemeinsam beachten, und das ist mir sehr wichtig: Wenn Kritik in Hass und Verachtung, in Hetze oder sogar in offene Gewalt umschlägt, dürfen wir das nicht einfach hinnehmen. Wo dies geschieht, wird eine Grenze überschritten.“Am Vormittag besichtigte der Bundespräsident das Siemens-Turbinenwerk. Noch vor einem Jahr stand die Schließung zur Debatte. Steinmeier bezeichnete den  Erhalt des Standorts als ein  Signal für die ganze Region.  Das Werk sei ein wichtiger industrieller Kern. Zugleich bedauerte er den beabsichtigten Abbau von Arbeitsplätze. Das sei schmerzvoll, so Steinmeier.  Nun müsse die Zeit genutzt werden, um den Standort langfristig zukunftsfest zu machen. Der Bundespräsident  wurde durch die Turbinenfertigung und die Endmontage geführt. 170 Arbeitsplätze sollen im Zuge der Neustrukturierung gestrichen werden. „Wir wollen den Standort wettbewerbsfähig machen“, sagte uns Werkleiter Ralf Landmann. Die Auftragslage bezeichnet er als sehr gut:  „Unsere Auftragsbücher sind voll“.  Im Werk sind derzeit rund 750 Beschäftigte tätig. Hinzu kommen 90 Lehrlinge.

Am Nachmittag fuhr Steinmeier weiter nach Ostritz, um dort u.a. mit den  Initiatoren des Friedensfestes zu sprechen.  Eine weitere Station ist das  Begegnungszentrum „Hillersche Villa“ Zittau. In Großhennersdorf gibt der Bundespräsident einen Empfang für Ehrenamtliche aus dem Kreis Görlitz.

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Reporter Knut-Michael Kunoth