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Bundeswehr stationiert 700 Soldaten in der Oberlausitz

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Die Entscheidung für einen neuen Bundeswehrstandort in der Lausitz ist gefallen. Wie das Bundesverteidigungsministerium heute mitgeteilt hat, werden Truppen des Logistikbataillons 471 künftig in Bernsdorf-Straßgräbchen im Landkreis Bautzen stationiert.

Ziel sei es, rund 700 Soldaten in der Region anzusiedeln. Auf dem vom Freistaat vorgeschlagenen Gelände soll eine neue Kaserne mit Standortübungsplatz und Schießanlage entstehen. Geplant ist ein Standort mit etwa 800 Dienstposten.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sprach von hunderten neuen Arbeitsplätzen in der Region. „Die Bundeswehr steht für Sicherheit, Stabilität und für die Verteidigung unserer Werte. Sie hat zu Recht ein hohes Ansehen und ist in Sachsen fest verwurzelt. Dass die Bundeswehr nun bei uns im Freistaat ihre Präsenz ausbaut und in Bernsdorf ein neuer Standort entsteht, ist gut für die Region, ganz Sachsen und für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland. Wir wollen, dass der Strukturwandel in unserer Heimat ein Erfolg wird. Die heutige Entscheidung ist dafür ein ganz wichtiger Beitrag. Dies schafft und sichert direkt und indirekt viele Arbeitsplätze und bringt weitere Kaufkraft in die Region.“, erklärte der CDU-Politiker.

Im Rennen um den Bundeswehrstandort in der Oberlausitz waren auch Hoyerswerda und Weißwasser. Wenige Wochen vor der Entscheidung des Verteidigungsministeriums sahen sich Hoyerswerda und Bernsdorf schon in der finalen Bewerberrunde. Die beiden Bürgermeister, Ruban-Zeh und Habel, warben  mit den Vorteilen. Die Flächen seien schnell verfügbar und die Landeshauptstadt Dresden nah. Der Bautzener Landrat Udo Witschas sprach von einer „wichtigen Säule des Strukturwandels“ im Kreis Bautzen. Dabei zählte er Standortentscheidungen auf, die zugunsten von Görlitz gefallen sind.

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Harry Habel, Bürgermeister von Bernsdorf