• Foto: Abora-Projekt

    Foto: Abora-Projekt

Chemnitzer Schilfboot sticht in See

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Die Chemnitzer Schilfboot-Expedition ist in Bulgarien erfolgreich gestartet. Am Freitagabend legte die Abora IV in Varna ab, von da will das Team über das Schwarze Meer zunächst bis nach Istanbul segeln. Von da geht’s über den Bosporus weiter Richtung Kreta. Expeditionsleiter Dominique Görlitz will mit dem Segeltörn nachweisen, dass es bereits in der Antike umfangreiche Handelswege auf dem Wasser gab.

"Das Ziel der Reise besteht im Test der Hypothese, dass es einst uralte Handelsreisen zwischen dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer gab" erklärt der Chemnitzer. "Aus diesem Grund wollen wir auch nicht unendlich weit Segeln, sondern demonstrieren, dass eine Fahrt über das schwierige Schwarze und Marmarameer möglich war. Wie weit wir letztlich kommen ist deshalb nicht so wichtig. Vielmehr wollen wir ozeanographische Daten mit den archäologischen in Übereinstimmung bringen, damit wir die wenig erforschten Handelskontakte später besser rekonstruieren können. Dafür arbeite ich bereits eng mit den Archäologen in Varna und Troja zusammen."

Der Weg der Abora IV kann im Netz nachverfolgt werden. Das Schilfboot wurde nach prähistorischem Vorbild gebaut. Teile davon wurden in Bolivien aus Teichbinsen hergestellt. Im bulgarischen Varna wurde der Rumpf gebaut und die Teile zusammengesetzt.