Codewort „Nelke“ - Betrugswelle in der Oberlausitz
Trickbetrüger werfen derzeit in der Oberlausitz verstärkt die Angeln aus. Der Polizei wurden in dieser Woche bislang 100 Abzocke-Anrufe gemeldet – insbesondere aus Bautzen und Kamenz. In Sohland/Spree fiel ein 86-Jähriger auf die Masche herein. Er überließ den falschen Polizisten 10.000 Euro „zur weiteren Prüfung“. Täter konnten bislang nicht gefasst werden.
Die Masche
Die Anrufe beginnen nachmittags und gehen bis in die Nachtstunden. Die vermeintlichen Polizisten erzählen von gefassten Einbrechern oder einem Polizeieinsatz und erkundigen sich nach Bargeld im Haus. Ein Täter hält die Geschädigten am Telefon, der andere kommt zur Wohnung und betritt diese auch.
Codewort „Nelke“
In Sohland/Spree riefen die Betrüger bei einem Rentner. Sie gaben sich als Polizisten aus und gaukelten vor, ein Polizeieinsatz würde stattfinden. Das Codewort laute „Nelke“. Der Rentner wurde aufgefordert, sein Geld vorzuzeigen. Es müsse fotografiert werden. Während einer der Täter den ahnungslosen Mann am Telefon befragte, erschien ein „Herr Müller“ und ließ sich in der Wohnung das Geld geben „zur weiteren Prüfung und zum Fotografieren“. Und zog damit ab.
Wie sieht „Herr Müller“ aus? .
Er ist etwa 1,80 Meter groß, hat wenig Haare, fast eine Glatze. Der Täter trug einen schwarzen Anzug. Er sprach akzentfreies Deutsch.
Seien Sie wachsam!
Die Polizei warnt: Übergeben sie fremden Leuten niemals Bargeld oder andere Wertgegenstände. Sensibilisieren Sie Ihre Angehörigen und insbesondere ältere Menschen. Polizisten erkundigen sich weder nach Bargeld in Ihrem Haus noch verlangen Sie von Ihnen, Ihr Bargeld zu übergeben. Im Zweifelsfall rufen Sie immer die Polizei. Dafür steht Ihnen der Notruf unter der 110 oder die öffentliche Rufnummer jeder Polizeidienststelle zur Verfügung.