++ EIL ++

Computer-Betrüger aus Bautzen macht reinen Tisch

Zuletzt aktualisiert:

Das Amtsgericht Bautzen hat heute einen  IT-System-Elektroniker zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Er wurde in 46 Betrugsfällen und in acht Fällen des versuchten Betrugs schuldig gesprochen.
Der 27-Jährige Bautzener hatte unter fremden Namen, mit gestohlenen Bank- und Kontodaten Elektronik, Kleidung und Biokost im Gesamtwert von über 20.000 Euro  bei Internetversandfirmen bestellt. Die Waren ließ er sich an Packstationen in Bischofswerda, Lohsa, Neustadt/Sachsen und Dresden schicken. Damit finanzierte er seinen Lebensunterhalt. Denn seine Firma, in der er Computer reparierte, hatte ihm nach einer ersten ähnlichen Verurteilung  vor die Tür gesetzt. Damit war er nicht klar gekommen. Er fühlte sich gekränkt – und zog den falschen Schluss: Der Bautzener fing wieder mit den Betrügereien an.

Der Angeklagte machte heute reinen Tisch. Er legte ein umfassendes Geständnis ab, zeigte Reue und entschuldigte sich bei den Geschädigten.  „Es war das Dümmste, was ich machen konnte“, bedauerte er. Dem Gericht schilderte der Bautzener, wie leicht es ist,  im Internet an fremde Daten zu kommen, wie Opfer ausgespäht werden und wie die Post dem Betrug über die Packstation einen Riegel vorschieben kann. Reporter Knut-Michael Kunoth hatte nach der Verhandlung Gelegenheit, mit dem Verurteilten zu sprechen....

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit dem Verurteilten