Corona-Grenzwert im Erzgebirgskreis gerissen
Im Erzgebirge wird es wieder verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geben, weil der Kreis den vorgeschriebenen Grenzwert bei Neuinfektionen deutlich überschritten hat, hieß es am Montagmittag bei der Pressekonferenz im Landratsamt.
Ab sofort sind nicht mehr nur Großveranstaltungen verboten, es gelten auch wieder Kontaktbeschränkungen. Man darf nur mit Personen aus dem eigenen Hausstand und einem weiteren Hausstand unterwegs sein beziehungsweise mit höchstens fünf weiteren Personen.
Privatfeiern zuhause sind mit höchstens 25 Personen erlaubt, in angemieteten Räumen mit 50, im Freien mit 100. Alles zusammengefasst in einer Allgemeinverfügung.
Grund für die Maßnahmen ist, dass die Grenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen laut Berechnungen des Landratsamtes überschritten ist (67). Nach dem Bund-Länder-Beschluss vom 7. Oktober gilt der Erzgebirgskreis damit als Risikogebiet. Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht die Zahl der Neuinfektionen immer mit einer gewissen Verzögerung, nachdem es die Daten aus den Ländern erhalten hat.
Derzeit gibt es im Landkreis laut Landrat Frank Vogel keine benennbaren Schwerpunkte (Hotspots). Die gemeldeten Fälle betreffen den gesamten Erzgebirgskreis.
Aktuell (Stand 12. Oktober, 14.25 Uhr) gibt es an acht Bildungseinrichtungen im Erzgebirgskreis bestätigte Covid-19-Fälle.
- Oberschule Sehmatal
- Evangelische Schulgemeinschaft Erzgebirge Annaberg-Buchholz
- IAJ Institut für Ausbildung Jugendlicher in Annaberg-Buchholz
- Förderzentrum Annaberg, Adam-Ries-Straße in Annaberg-Buchholz
- Grundschule Ehrenfriedersdorf
- Oberschule Zschopau
- ASG- Anerkannte Schulgesellschaft in Annaberg-Buchholz
- Oberschule Olbernhau