Corona-Test - Alle Infos zu den unterschiedlichen Tests

Corona-Tests sollen helfen, die Pandemie und die Ausbreitung des Virus weiter einzuschränken. Allerdings gibt es mittlerweile viele verschiedene Tests. Welche Arten es gibt und wofür sie eingesetzt werden, finden Sie hier:

Arten von Corona Tests

PCR-Tests: Bei einem PCR-Test nimmt geschultes medizinisches Personal Proben mit einem Stäbchen aus dem Rachen oder der Nase. Diese Proben werden anschließend im Labor ausgewertet. Bei einem PCR Test wird das Erbgut des Virus untersucht. Dieser Nachweis kann jedoch nur im Labor durchgeführt werden. Nach rund 24 bis 48 Stunden steht das Ergebnis des Tests fest. Sie gelten laut dem Bundesgesundheitsministerium als „Goldstandard“ der Corona-Tests.

Antigen-Schnelltests: Die Antigen-Schnelltest funktionieren ähnlich wie ein Schwangerschaftstest. Medizinisches oder geschultes Personal nimmt einen Rachen- oder Nasenabstrich der Testperson. Hier wird jedoch nicht das Erbgut, sondern Eiweißbestandteile des Virus nachgewiesen. Die Auswertung kann auch direkt vor Ort erfolgen und nach etwa 15 Minuten steht das Ergebnis fest.

Selbsttests: Selbsttests oder Laientests können ganz einfach zu Hause durchgeführt werden. Hier benötigt man kein medizinisches Personal. Da der Test so einfach wie möglich sein soll, kann der Test ober einen Nasenabstrich oder mit Speichel erfolgen. Das Ergebnis liegt ebenfalls nach kurzer Zeit vor. Die Selbsttests haben gegenüber den PCR-Tests eine höhere Fehlerrate. Daher muss nach jedem positiven Selbsttest immer ein PCR-Test zur Bestätigung gemacht werden.

Schüler und Lehrer an weiterführenden Schulen müssen sich seit dem 17. März verpflichtend testen. Weitere Infos inklusive Erklärvideos finden Sie hier.

Welche Tests sind wofür geeignet?

PCR-Tests werden eingesetzt, um zum Beispiel bei einer Person mit Symptomen abzuklären, ob eine Infektion mit Corona vorliegt. Antigen-Schnelltests kommen derzeit in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder Schulen zum Einsatz, um Personal oder Bewohner regelmäßig zu testen.

Seit 8. März hat jeder Anspruch auf mindestens einen Schnelltest pro Woche zum Beispiel in der Apotheke oder in einem Testzentrum. Die Kosten übernimmt der Bund.

Selbsttests können zusätzliche Sicherheit im Alltag geben. Zum Beispiel bei einem privaten Besuch oder perspektivisch vor einem Theater- oder Kinobesuch. Fällt ein Schnell- oder Selbsttest positiv aus, muss das Ergebnis unbedingt durch einen PCR-Test bestätigt werden.

Wie zuverlässig sind die einzelnen Tests?

PCR-Tests gelten als zuverlässigste Tests. Der Grund dafür ist die Durchführung durch medizinisches Personal und die anschließende Auswertung in einem Labor.

Danach folgen die Antigen-Schnelltests. Werden sie durch geschultes Personal durchgeführt, gelten sie ebenfalls als relativ zuverlässig. Jedoch können die Antigen-Tests auch durch andere Viren aus der Corona-Familie ein positives Ergebnis anzeigen. Der Betroffene muss sich nicht mit SARS-CoV-2 infiziert haben. Das heißt, es könnte ein positives Ergebnis vorliegen, obwohl der Betroffene nicht infiziert ist. Deshalb ist eine weitere Testung mittels PCR-Test nötig, falls ein positives Ergebnis vorliegt. Außerdem haben die Antigen-Schnelltests eine geringere Sensitivität. Daher benötigt man eine größere Virusmenge bei der Testung um eine Infektion nachzuweisen.

Schnelltests für zu Hause gelten als weniger zuverlässig, da die Personen, die den Test durchführen keine spezielle Schulung dafür hatten. Somit kann es hier schneller zu Fehlern und somit falschen Testergebnissen kommen. Auch hier müssen positive Tests durch einen PCR-Test bestätigt werden.

Antigen- und Schnelltests zeigen jedoch immer nur eine Momentaufnahme. Ein negativer Schnelltest schließt eine Infektion nicht generell aus. Daher weist das RKI darauf hin, sich bei einem negativen Ergebnis nicht in falscher Sicherheit zu wiegen.

Gibt es genügend Antigen-Schnelltests?

Laut dem Bundesgesundheitsministerium waren 150 Millionen Schnelltests im März direkt bestellbar. Schon im vergangenen Jahr hatte das Bundesministerium für Gesundheit mit Anbietern von Schnelltests ein Kontingent von 550 Millionen Schnelltests für dieses Jahr gesichert (Stand: 25.03.2021) in diesem Jahr wurden weitere Kontingente im Volumen von knapp 100 Millionen Schnell­tests gesichert.

Wer zahlt was?

Die Länder beschaffen und organisieren die Tests vor Ort und bauen dafür ggf. Testzentren auf oder aus. Für die Versorgung von Kitas und Schulen kommen die Länder selber auf.

Der Bund übernimmt dagegen die Kosten für die Schnelltests, die individuell in Testzentren, Apotheken oder Praxen durchgeführt werden.

Wenn Unternehmen ihre Belegschaft oder der Einzelhandel und Restaurants ihre Kunden testen lassen wollen, kommen sie selber für die Kosten auf.

Bestimmte Einrichtungen können schon seit längerer Zeit Antigen-Schnelltests selbst beschaffen, nutzen und mit den Kassenärztlichen Vereinigungen abrechnen. Das sind z.B. Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Arztpraxen, Reha-Einrichtungen oder Tageskliniken.

Gibt es genügend Selbsttests?

Wie das Bundesministerium für Gesundheit mitteilt, wurden für März und April den Ländern ein Abrufkontingente mit einem Volumen von über 130 Millionen Selbsttests vermittelt. Darüber hinaus hat das BMG mit mehreren Anbietern Vereinbarungen (MoU) über Selbsttests abgeschlossen. Diese MoU gestatten den Ländern die Bestellung zu ein­heitlichen Angebotskonditionen und helfen den Anbietern bei der Planung.

Wo kann man einen Selbsttest kaufen?

Selbsttests können in Apotheken, Drogerien und im Einzelhandel gekauft werden.

Wo kann man sich testen lassen?

Sowohl für PCR-Tests als auch Schnelltests gibt es verschiedene Testzentren. Schnelltests werden auch in Apotheken angeboten. Hier kommen Sie zur Karte des Sozialministeriums. Dort sind alle Teststationen verzeichnet.

Alle offiziellen Informationen zum Nachlesen finden Sie hier.