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Cottbus gedenkt Bombenopfern

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Cottbus gedenkt heute der Opfer des alliierten Luftangriffs vor 77  Jahren. In den damals zerstörten Kirchen läuten zur Mittagsstunde die Glocken. Mit einer Andacht erinnert die Lutherkirchgemeinde an die Opfer. 

Der Cottbuser Aufbruch erinnert mit einer Plakataktion an den Bombenhagel. Zugleich warnt die Initiative vor rechtsradikalen Umtrieben.  Die Poster hängen in Bussen und Bahnen, am Straßenrand und an einigen Litfaßsäulen. Um 13 Uhr gibt es eine Gedenkveranstaltung unter dem Motto  „Bunte Mützen statt braune Kappen“. Oberbürgermeister Holger Kelch will ein Grußwort an die Teilnehmer richten.   

Bei dem Bombenangriff vor 77 Jahren kamen über 1.000 Menschen ums Leben. Große Teile der Südstadt versanken in Schutt und Asche. In nur wenigen Stunden verloren 13.000 Cottbuser ihr Obdach.

Auch Görlitz stand auf der Bombardierungsliste. Die Stadt und die Rüstungsbetriebe wie die Meyer-Optik (Produktin von Systemen für U-Boote und Panzer)  wurden aber verschont. Über die Gründe könne  nur gemutmaßt werden, so der Görlitzer Ratsarchivar Siegfried Hoche. Belegbare Quellen gebe es nicht. „Als die Alliierten weiter  vorrückten, war Görlitz dennoch weit weg von der Westfront. Die Russen kamen  wiederum immer näher an die Neiße. Sie wären nicht begeistert gewesen, wenn Industriebetriebe wie der Waggonbau zerstört worden wären,  spekuliert Hoche mit Blick auf spätere Reparationszahlungen..

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Auch Görlitz stand auf der Bombardierungsliste. Weshalb die Neißestadt verschont blieb, kann nur gemutmaßt werden. Ratsarchivar Siegfried Hoche