Das Deutschlandticket ist ein Hit, aber kein so großer wie das 9-Euro-Ticket
Den Ansturm wie auf das 9-Euro-Ticket gab es nicht, dennoch herrscht beim Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien und den Verkehrsunternehmen eine rege Nachfrage nach dem Deutschland-Ticket in der Oberlausitz. So wurden bei den Görlitzer Verkehrsbetrieben, Regiobus und der Busfirma S. Wilhelm über 2.000 dieser Tickets gebucht. So eine erste Bilanz einen Monat nach dem Start.
Viele Abo-Kunden sind zum Deutschland-Ticket gewechselt. Sie sparen damit, z.B. im Gebiet des Verkehrsverbundes Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) im Vergleich zur Abo-Monatskarte bis zu fast 100 Euro im Monat. Auch Pendler, die die bislang den Übergangstarif in den Bereich des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) genutzt haben, kommen besser. Von 400 Fahrgästen, die bei der Länderbahn ein Abo für den ZVON-VVO-Übergangstarif abgeschlossen hatten, sind 310 nun Inhaber des Deutschland-Tickets.
Mehr Fahrgäste steigen zu. Es seien vor allem Pendler und Azubis, sagte uns ZVON-Sprecherin Sandra Trebesius. Wie viele, da gibt es nur vage Schätzungen. Sie schwanken – je nach Strecke, Tageszeit und Wochentag – zwischen 10 und 40 Prozent. Die Länderbahn will ab morgen (1.Juni) Züge in den Hauptverkehrszeiten verstärken. Bei der ODEG bleibt alles beim alten.