Debatte zum Finanzpaket im Landtag
Im sächsischen Landtag ist am Freitagvormittag übers Geld debattiert worden. Die Fraktionen lieferten sich einen Schlagabtausch zum kommunalen Finanzpaket. Das Lob der Regierung in eigener Sache konterte Linke-Politiker Schollbach mit dem Vorwurf, die schwarz-rote Koalition gebe eine Märchen-stunde, denn der Großteil der Mittel stamme gar nicht vom Land. Sachsen will bis zum Jahr 2020 rund 800 Millionen Euro an Städte und Kommunen zahlen – unter anderem für Schulen und Kitas. Neben jeweils 322 Millionen Euro von Land und Kommunen fließen 156 Millionen Euro aus Zuweisungen des Bundes in diesen Topf. Das Landesgeld stammt aus Steuermehreinnahmen und nicht verbrauchten Haushaltsmitteln von diesem Jahr. Die Mittel sollen vor allem für Kitas, Schulen, Straßen und andere Infrastruktur ausgegeben werden. Die Grünen brachten am Freitag ein Klimaschutzgesetz in den Landtag ein. Dabei geht es vor allem darum, die Emissionen an Treibhausgasen pro Kopf und Jahr mittelfristig auf bundesweiten Durchschnitt zu senken. Sachsen liegt momentan wegen der Braunkohle-Kraftwerke etwa 30 Prozent über dem Schnitt. Konkret geht es den Grünen darum, die Emissionen bis 2025 auf zehn Tonnen pro Kopf und bis 2035 auf fünf Tonnen zu reduzieren. Momentan steht Sachsen bei 13,5 Tonnen.