Demo in Bautzen - Wölfe abschießen, wenn sie Schafe reißen
Den Abschuss nutztierreißender Wölfe haben heute Mittag rund 200 Teilnehmer einer Kundgebung in Bautzen gefordert. Sie kritisierten das sächsische Wolfsmanagement als undurchschaubar. Der Management-Plan müsse konsequent umgesetzt werden. Wenn Wölfe wiederholt Schafe, Ziegen oder andere Nutztiere töten, müssten sie entnommen, also abgeschossen werden, forderte Carola Tuschmo. Die Neschwitzerin hatte die Demo organisiert. Das Rosenthaler Wolfsrudel habe weit über 150 Nutztiere gerissen. Dem müsse nun ein Ende gesetzt werden, verlangte sie.Zu der Kundgebung waren Nutztierhalter und Sympathisanten aus Sachsen, Brandenburg und Niedersachsen gekommen. Auch Andrea Wiedmer aus Kaltwasser bei Niesky. Sie besitzt mit ihrem Mann einen Familienbetrieb mit 500 Schafen. Am vergangenen Wochenende holten sich Wölfe neun Tiere. Drei Schafe mussten notgeschlachtet werden. Weitere werden derzeit medizinisch behandelt. Die Herde stand auf einer Koppel, die mit einem Zaun mit Strom und Flatterband eingegrenzt ist. "Und trotzdem haben es die Wölfe geschafft". Und Wiedmer weiter: "Wir bekommen die Folgeschäden nicht bezahlt und machen auf ganzer Linie Miese. Das überlebt ein kleiner Familienbetrieb auf Dauer nicht".Anmerkung des Kontaktbüros "Wolfsregion Lausitz": "Die Koppel von Frau Wiedmer war mit einem 1,05 m hohen Elektrozaun geschützt, ein Flatterband war nicht vorhanden. Es wurde erst nach dem Übergriff auf Empfehlung des Wolfsmanagements angebracht. Seitdem ist kein weiterer Wolfsübergriff auf ihre Herde gemeldet worden".