Der Bronzeschatz von Görlitz
Im Görlitzer Kaisertrutz wird ein „Schatz für die Götter“ gezeigt. Er umfasst mehr als 300 Objekte: Sicheln Beile, Arm- und Halsringe, Teile eines Pferdegeschirrs und ein zerbrochenes Schwert. Die Stücke schlummerten mehr als 3.000 Jahre unter einem Acker der südwestlich von Görlitz gelegenen Ortschaft Klein Neundorf. Der Fund sei etwas ganz Besonderes, so Landesarchäologin Regina Smolnik.
„Er zeige ein Ritual, dass sich über ein weites geografisches Gebiet widerspiegele. Damals hätten die Menschen die Waffen, den Schmuck und andere Objekte dahin gebracht, um sie nicht wieder zu holen. Dahinter stehe ein gemeinsames Gedankengut. Es könnten nach dem damaligen Verständnis Gaben an die Götter sein. Der Schatz symbolisiere den Reichtum der Region. Für die Lausitz muss es eine Blütezeit gewesen sein.“
Nach der Ausstellung in Görlitz, die bis 15. März gezeigt wird, werden die Objekte untersucht und restauriert. Und hoffentlich kommt er dann dauerhaft zurück nach Görlitz.
