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Der Burgwasserturm: Bautzens historischer Wächter über der Spree

Die Silhouette der Bautzener Altstadt wird von 17 Türmen und Basteien geprägt. Einer, der diese Steine wie seine Westentasche kennt, ist Andreas Thronicker – alias der „Lauentürmer“. Gemeinsam mit seinem treuen Hund Odin zieht er täglich durch die Gassen und teilt sein Wissen über die Schätze der Spreestadt. Heute führt uns der Weg zu einem besonders geschichtsträchtigen Bauwerk: dem Burgwasserturm.
Geschichte & Funktion

Der Turm ist der älteste Teil der Burganlage und wurde um 1400 errichtet. Seine ursprüngliche Aufgabe war überlebenswichtig: Wasserversorgung: Er diente dazu, Wasser aus der tiefer gelegenen Spree hinauf in die Ortenburg zu transportieren.

 Als die Spree 1535 umgebettet wurde, verlor der Turm seinen Hauptzweck. In der Folgezeit wurde er als Verteidigungsanlage und später als Gefängnis umgenutzt.

Mythos „Karasekturm“


Ein Punkt, der den Lauentürmer immer wieder  sich ärgern lässt, ist die volkstümliche Bezeichnung als Karasekturm. Der Name geht auf den legendären Räuberhauptmann Johannes Karasek zurück. Ende des 18. Jahrhunderts trieb er in der Oberlausitz sein Unwesen, genoss jedoch beim einfachen Volk ein gewisses Ansehen. Er war bis zum Jahr 1800 im Seitenflügel des Turms eingekerkert. Noch heute erinnern die massiven Gitter vor den Fenstern an die Zeit, als der Turm ab 1740 als Gefängnis diente.

Unser TippNutzen Sie den malerischen Fußweg, der direkt zum Turm führt. Er ermöglicht es, die Ortenburg fast vollständig zu umrunden und bietet dabei beeindruckende Perspektiven auf die historische Befestigungskunst.

Audio:

Matthias Zilch