++ EIL ++

„Der Gestank am Quitzdorfer See ist unerträglich“

Zuletzt aktualisiert:

Camper, Bungalowbesitzer und Anwohner am Quitzdorfer See bei Niesky sind in diesem Sommer nicht zu beneiden. Im See ist kaum noch Wasser. Es wird abgelassen, weil die rund 50 Jahre alte Staumauer saniert werden muss. Die Folge: Urlauber bleiben aus oder reisen kurzfristig wieder ab. Baden und Boot fahren macht keinen Spaß bei so wenig Wasser. Und: Es stinkt!

„Es ist nicht auszuhalten, vor allem bei Ostwind“, klagt Anwohner Peter Waclawik. Unerträglich findet den Gestank auch Bungalowbesitzerin Diana Roscher. Ursache ist offenbar das Gemisch von Schlamm und Algen, das bei sinkendem Wasserstand und bei  Hitze fault.

Roscher ist wie auch den meisten Quitzdorfern klar, dass die rund 50 Jahre alte Staumauer saniert und dafür das Wasser abgelassen werden muss. Die Betonhülle ist marode. Es sollte aber auch gleich der See-Grund gereinigt werden, so Bürgermeister Günter Holtschke. Doch das kostet extra. Fünf Millionen Euro, schätzt Holtschke. Das Geld hat die Gemeinde nicht. Der Bürgermeister hofft, dass vom Land Sachsen Unterstützung kommt. Er sei im Gespräch mit Ministerpräsident Michael Kretschmer.

 

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth