Der Graf verlässt den Görlitzer Justizpalast
Für Friedrich-Leopold Graf zu Stolberg ist heute Schluss. Der Präsident des Landgerichts Görlitz geht in Pension – mit 63 Jahren. Seit 1991 war er im Justizdienst in Sachsen, zunächst in Dresden, dann in Bautzen und Hoyerswerda. 2008 übernahm er das Präsidentenamt.
Das Reizvolle sei die Abwechslung gewesen. Ein Wunsch aber habe sich nicht erfüllt, dass in der Oberlausitz wieder zwei selbstständige Landgerichte Recht sprechen: in Görlitz und Bautzen. „Man hat die Gerichte zusammengelegt, gegen unseren Rat. Es war eine politische Entscheidung, die sich in der Praxis nicht bewährt hat.“
Morgen ist Stolberg Rentner. „Ich werde aber nicht arbeitslos sein. Ich werde mich mehr um die Familie kümmern.“ Er will sich auch ehrenamtlich im sozialen Bereich engagieren und seinen Hobbys nachgehen. Dazu gehört die Jagd. „Wenn uns die Wölfe noch etwas übrig lassen“, schmunzelt er.
Als Stolbergs Nachfolger ist der bisherige Chef der Staatsanwaltschaft Görlitz, Thomas Fresemann, im Gespräch.