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Deutsche Umwelthilfe will Silvesterfeuerwerk in Görlitz verbieten

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Die Deutsche Umwelthilfe will den Böller-Spaß zu Silvester bremsen. Sie hat für weitere deutsche Städte einen Antrag für ein Feuerwerksverbot gestellt, so auch für Görlitz.

Begründung: In Görlitz liege das Jahresmittel für Feinstaub bei 22 Mikrogramm pro Kubikmeter und damit zwei Mikrogramm über dem Grenzwert. Dieser Wert gilt als gesundheitsschädigend.

Betroffen sind auch Leipzig, Dresden, Chemnitz und Zwickau . „Wir wünschen uns weiterhin freudige Feste zum Jahreswechsel – aber ohne verpestete Luft“, so Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Er empfahl als Alternative Lasershows.

Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu hat die Forderung der Deutschen Umwelthilfe nach einem Verbot von Silvesterfeuerwerken zurückgewiesen. Ursu sieht keinen Handlungsbedarf – mit Blick auf die Feinstaubbelastung. Rechtlich bindend sei der von der EU festgelegte Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel. Dagegen hatte die Deutsche Umwelthilfe ihr beantragtes Verbot mit dem von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Grenzwert begründet. Er liegt demnach bei 20 Mikrogramm pro Kubikmeter und wurde in Görlitz um zwei Mikrogramm überschritten.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth fasst das Echo auf der Facebook-Seite zusammen
Was die Görlitzer vom Verbot halten
"Kein Handlungsbedarf" - Reporter Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit dem Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu