• Ein Bock treibt eine Ricke vor sich her. © Kauer/DJV

    Ein Bock treibt eine Ricke vor sich her. © Kauer/DJV

Deutscher Jagdverband warnt vor liebestollen Rehen in Sachsen

Zuletzt aktualisiert:

Ein Naturschauspiel ist in Sachsen im vollen Gange: Die Paarungszeit der Rehe. Deshalb warnt der Deutsche Jagdverband (DJV) aktuell vor Wildunfällen. Rehe sind jetzt auch tagsüber unterwegs und überqueren Straßen.

Hat der Bock seine Verehrerin gefunden, folgt eine stundenlange Verfolgungsjagd, die sich über mehrere Kilometer erstrecken kann. “Blind vor Liebe rennen die Rehe häufig unachtsam über die Fahrbahn, gefährden so sich und sämtliche Autofahrer”, warnt DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald. Laut DJV sollte vor allem an der Wald-Feld-Kante besonders langsam gefahren werden. Nach der Ricke kann der Bock oder das Kitz folgen. Allein im vergangenen Jahr sind über 191.500 Rehe bei Wildunfällen ums Leben gekommen. Ist ein Zusammenstoß unvermeidbar, gilt: Lenkrad festhalten und mit voller Kraft bremsen. Unkontrolliertes Ausweichen kann den Gegenverkehr gefährden.

Wildunfälle oder Tierfunde lassen sich über eine Tierfund-Kataster-App erfassen. Aus diesen Daten ermitteln Forscher Wildunfall-Schwerpunkte, die anschließend entschärft werden sollen. Erste Auswertungen von über 40.000 Daten zeigen: Feldhase, Dachs oder Fuchs sind Opfer jedes fünften gemeldeten Wildunfalls.