- Das Kunstbauerkino in Großhennersdorf - einer der Spielorte des Neiße Filmfestivals
Deutscher Spielfilm holt Hauptpreis bei Neiße Filmfestival
Großer Erfolg für das deutsche Kino im Dreiländereck: Beim 23. Neiße Nysa Nisa Film Festival hat das Drama „Sechswochenamt“ den Hauptpreis gewonnen. Die feierliche Verleihung der „Neiße-Fische“ fand gestern Abend im tschechischen Varnsdorf statt.
Der mit 10.000 Euro dotierte Hauptpreis für den besten Spielfilm geht an die deutsche Regisseurin Jacqueline Jansen. Ihr Film „Sechswochenamt“ setzte sich im trinationalen Wettbewerb gegen acht weitere Produktionen aus Deutschland, Polen und Tschechien durch. Die internationale Jury lobte das Werk als zutiefst berührend und ehrlich im Umgang mit dem Thema Trauer und Verlust. Eine lobende Erwähnung fand zudem die schauspielerische Leistung von Magdalena Laubisch in diesem Film.
Auch in den anderen Kategorien gab es Grund zum Feiern: Als bester Dokumentarfilm wurde der deutsche Beitrag „Eine Krankheit wie ein Gedicht“ von Jelena Ilić ausgezeichnet, der sich feinfühlig mit psychischen Erkrankungen auseinandersetzt. Der Preis für den besten Kurzfilm ging an die polnische Produktion „Lassen wir es ohne Titel“ von Mieszko Chomka. Dieser Film konnte sich zusätzlich auch den Preis der Jugendjury sichern. Den Spezialpreis des Festivals erhielt der deutsche Spielfilm „Capo“ von Robert Kwilman für seinen besonderen Blick auf kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten.
Insgesamt zeigte das trinationale Filmfest seit vergangenem Dienstag rund 100 Filme in 19 Spielstätten in Deutschland, Polen und Tschechien. Wer die Gewinnerfilme verpasst hat, hat heute noch einmal die Chance: Alle Preisträger werden heute in ausgewählten Kinos der Region – unter anderem in Großhennersdorf, Zittau und Varnsdorf – wiederholt.
Das nächste Neiße Film Festival ist bereits in Planung und wird Ende Mai 2027 stattfinden.
