Deutsches Zentrum für Astrophysik: Messungen in Ralbitz werden ausgebaut
Die seismischen Untersuchungen für das Deutsche Zentrum für Astrophysik bei Ralbitz-Rosenthal gehen in die nächste Phase. Zwei hochempfindliche Erdbebenmessgeräten in 250 Meter Tiefe sollen künftig durch Geräte auf der Erdoberfläche erweitert werden, sagte uns ESA-Forschungsdirektor Günther Hasinger.
Mit den Ergebnissen soll der ruhigste Bereich für ein unterirdisches Forschungslabor im Städtedreieck Bautzen-Kamenz-Hoyerswerda gefunden werden. Die seismischen Messgeräte könnten sämtliche Bewegungen der Erde aufzeichnen. Damit sei es den Wissenschaftlern sogar möglich, das Rauschen der Meere zu erfassen, erklärt Hasinger.
Das Untergrundlabor werde dann tief im Granitstock der Lausitz errichtet und hat in etwa die Größe eines U-Bahnhofes. Bislang gehen die Forscher davon aus, dass in der Region eine etwa 20 Kilometer lange Gesteinsschicht ungebrochen vorliegen könnte.
In den nächsten zwei Jahren wird die Gründung des Deutschen Zentrums für Astrophysik vorbereitet. 2026 könne dann auch mit dem Bau begonnen werden. Das Deutsche Zentrum für Astrophysik will in Görlitz ein Großrechenzentrum für Datenströme vom Weltraumteleskopen aus aller Welt betreiben und ein Technologiezentrum sowie das Labor im Lausitzer Granit für seismologische Messungen.
Der Bund fördert das Projekt mit 1,1 Milliarden Euro.