Die mageren Jahre für die Theaterleute in Görlitz und Zittau sind vorbei
Die 270 Mitarbeiter des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz/ Zittau bekommen rund 15 Prozent mehr Geld. Für sie gilt nun auch der Flächentarifvertrag. Das Land Sachsen übernimmt 70 Prozent der Mehrausgaben, und zwar bis 2022. Das sind 5,7 Millionen Euro. Kunstministerin Eva-Maria Stange übergab am Nachmittag den Förderbescheid an Intendant Klaus Arauner: „Die Beschäftigten haben lange genug auf ihren realen Lohn verzichtet. Mit dem Flächentarifvertrag für die Mitarbeiter wird ihre Arbeit honoriert“, so Stange.
30 Prozent der Mehrausgaben übernehmen Zittau, Görlitz und der Landkreis. Sie sind Gesellschafter des Theaters. In den vergangenen 15 Jahren wurden die Beschäftigten nach Haustarifvertrag bezahlt. Sie haben damit auf insgesamt über 20 Millionen Euro verzichtet. Es müsse nun gelingen, eine dauerhaft tragfähige Struktur zu schaffen, damit der Flächentarifvertrag auch über das Jahr 2022 angewendet werden könne, sagte die Ministerin. „Wir brauchen die Lösung schon in diesem Jahr, damit entsprechende Mittel im nächsten Doppelhaushalt des Landes aufgenommen werden“, so Stange.
Mit dem „Kulturpakt“ verpflichten sich die Theater, ihre kulturellen Angebote zu erweitern, insgesondere im Kinder- und Jugendbereich.