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„Die Menschheit wird nicht gescheit, sie macht Krieg und bringt sich weiter um“

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Mit Kranzniederlegungen auf Soldatenfriedhöfen, Gedenkstunden, Andachten und Friedensgebeten wird heute an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren erinnert – so u.a.  Hoyerswerda, Spremberg, Weißwasser,  Senftenberg  und Kamenz. Um 14 Uhr läuten alle Kirchenglocken in Görlitz. Ministerpräsident Michael Kretschmer nimmt am Nachmittag an der Gedenkveranstaltung auf der Görlitzer Altstadtbrücke teil. In Sachsen ist der 8. Mai erstmals offizieller Gedenktag. 

Knut-Michael Kunoth hat mit einem Zeitzeugen gesprochen: Erhard Wiedmer aus Kodersdorf war 15 Jahre alt, als der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende ging. Der Lausitzer erlebte den 8. Mai in Seifhennersdorf. Er schilderte seine Erlebnisse, die Flucht mit der Mutter, dem kleinen Bruder auf dem Ochsenkarren nach Meißen, die Rückkehr in seinen Heimatort Kodersdorf bei Görlitz, das Trommelfeuer der heranrückenden Front, Tiefflieger und Granateinschläge.  

Sein Fazit heute:  „Die Menschheit wird nicht gescheit, sie macht Krieg und bringt sich weiter um.“  Er könne das  nicht begreifen,  so der 95-Jährige. 

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Erhard Wiedmer aus Kodersdorf