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„Die Nieskyer Waggonbauer stehen vor drei harten Monaten“

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Der Schock sitzt den Nieskyer Waggonbauern tief in den Knochen.  Nachdem gestern über die Insolvenz des Unternehmens informiert wurden, gibt es für sie nur eine Frage: Wie geht es weiter?  Arbeit ist da. Die Auftragsbücher sind gefüllt. Der Gesellschafter – die Quantum Capital Partners  - hat trotzdem die Reißleine gezogen.  "Viele Aufträge wurden unter dem Strich defizitär abgeschlossen, und das hat am Eigenkapital gezehrt", so Eduard Janßen, Geschäftsführer des Waggonbaus Niesky. Ein Skandal, schimpft Jan Otto, Bevollmächtiger der IG Metall für Ostsachsen.   Er erhebt schwere Vorwürfe gegen den Gesellschafter des insolventen Waggonbaus Niesky erhoben.   Quantum habe 2015 acht Millionen Euro aus dem Unternehmen gezogen. Nun sei Quantum aber offenbar nicht in der Lage, mit einer Finanzspritze die drohende Zahlungsunfähigkeit abzuwenden.Die IG Metall sieht dennoch Zukunftschancen für den Waggonbau Niesky. "Es stehen nun aber drei harte Monate bevor", so Otto. Die IG Metall fordert den Erhalt des Werkes mit der Stammbelegschaft und den Leiharbeitern.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth im Interview mit Jan Otto, Bevollmächtigter der IG Metall für Ostsachsen