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Die Sage vom Nachtschmied zu Görlitz

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Die  Sage vom Nachtschmied zu Görlitz ist eine der bekanntesten und unheimlichsten Volkssagen, die sich in der Stadt erzählt wird. Sie erzählt von den  Folgen von Gier, verletzter Ehre und einem Pakt mit dem Teufel. 

Ein schmiedeeisernes Tor mit einem losen Ring auf dem Hof des Barockhauses Neißstraße 30 in der Görlitzer Altstadt unweit des Untermarktes ist Ausgangspunkt für unsere kleine Reise in die Görlitzer Sagenwelt. Was hat es mit diesem Ring auf sich?

Marie Karutz ist Museumspädagogin in den Görlitzer Sammlungen:

Dieser lockere Ring ist ein Verweis auf die Sage vom Görlitzer Nachtschmied. Eine Sage, die sich hier zugetragen haben soll.

Ein Schmied, der sein Geld lieber in der Kneipe vertrank und seinem fleißigen Gesellen überließ, wurde vom Teufel in Verkleidung beauftragt, ein Gitter zu schmieden.

Statt die Arbeit selbst zu erledigen, überließ er es dem Schmied, kam erst kurz vor Ende der gesetzten Frist wieder zurück und fand das Gitter unvollendet vor.

Dieser letzte, dieser lose Ring ist der Ring, den der Schmied nicht mehr zu Ende gebracht hat.

Zur Strafe wurde der Görlitzer Nachtschmied zur Hölle gefahren und soll angeblich heute noch in der Hölle unter dem Untermarkt schmieden. 

Die Sage vom Nachtschmied gehört bis heute zum festen Repertoire von Stadtführungen und Nachtwächterrundgängen in Görlitz. Sie können in der Görlitz-Information an der Brüderstraße gebucht werden.

 

Audio:

Knut-Michael Kunoth