„Die Schleuser riskieren auch den Tod der Migranten“
Bundes- und Landespolizei kontrollieren haben den Kampf gegen die Schleuserkriminalität in den sächsischen Grenzregionen verstärkt. Heute Morgen wurde auf der A 4 bei Bautzen ein ukrainischer Schleuser gefasst. Er hatte zuvor 20 Migranten aus Syrien in Uhyst/Spree abgesetzt. Zur Stunde läuft ein Einsatz in Bad Muskau.
Weitere Polizeieinheiten werden für drei Monate in die Grenzregion verlegt, kündigte Innenminister Armin Schuster an. Der CDU-Politiker rechnet in diesem Jahr mit deutlich mehr Migranten als auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015.
Henry Glaser von der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Bautzen weiß, dass die Schleuser oft alles auf eine Karte setzen. Sie riskierten auch den Tod von Migranten.
Heute Morgen wurde auf der A 4 bei Bautzen ein ukrainischer Schleuser gefasst. Er hatte 20 Migranten in einem Fiat Ducato über die Grenze gebracht und die Syrer in Uhyst/Spree abgesetzt. Gestern Nachmittag stellte die Bundespolizei bei Bautzen mehrere Migranten-Gruppen. Der mutmaßliche Schleuser wurde von Zivilfahndern bei Dresden festgenommen.Es handelt sich um einen 50-jährigen Deutschen. Er soll die Syrer - Frauen, Männer und Kinder - in einem Klein-Lkw nach Deutschland eingeschmuggelt haben.Der Mann soll noch heute dem Haftrichter vorgeführt werden.
In Burkau wurden heute morgen 24 Syrer im Alter zwischen 14 und 32 Jahren von einem Schleuser abgesetzt und ihrem Schicksal überlassen. Bis zur Weiterfahrt in die nächste Bundespolizeiinspektion harrten sie in der Autobahnkirche Uhyst aus. Es regnete. Alle stellten Asylantrag.