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Die toten Augen von Bischofswerda wieder zum Strahlen bringen

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Leerstehende Ladenlokale  –  die toten Augen in unseren Innenstädten. Und es werden immer mehr. Händler geben auf, gehen in Rente, finden keinen Nachfolger. Ein Trend, dem Citymanager und Wirtschaftsförderer etwas entgegensetzen wollen. Ideen haben sie. Aber der Erfolg ist mäßig. Wie in Bischofswerda versucht wird, den toten Augen wieder Leben einzuhauchen, sie zum Strahlen zu bringen,  wollten wir wissen.

So zahlt die Stadt Händlern und Gewerbetreibenden bis zu 5.000 Euro, wenn sie in ein aufgegebenes Ladenlokal ziehen.  Luisa Thiel hat die Chance genutzt. Die studierte Wirtschaftsinformatikerin verkauft seit Anfang März an der Dresdner Straße selbstgenähte Kinderkleidung. Bald soll wieder ein Fleischer am Altmarkt öffnen.   Drei Geschäfte in der Innenstadt seien wieder besetzt, berichtet Wirtschaftsförderer Manuel Saring. Zwei bis drei Ladenlokale will die Stadt anmieten und „bespielen“. Sie können z.B. von Vereinen genutzt werden.

Über die Innenstadt sei ein Förderprogramm gelegt worden. Die Stadt stellt jedes Jahr 20.000 Euro bereit. Für den Altmarkt wird gegenwärtig eine Machbarkeitsstudie erstellt. Saring kann sich eine Aktionsfläche vorstellen. Mehr Bänke sowie Bäume sollen die „Verweildauer“ verlängern. 

Derzeit werden Eigentümer von Ladenlokalen angeschrieben. Die Stadt will so den genauen Leerstand ermitteln.   Es gibt unterschiedliche Gründe, weshalb die Geschäfte verwaist sind.  Läden seien zu klein, Besitzer wollten ihren Lebensabend in Ruhe verbringen und deshalb nicht mehr vermieten, auch seien Eigentümer nicht  oder schwer auffindbar, zählt Stadtplaner Sebastian Pietsch auf.

 

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Knut-Michael Kunoth